EINSATZ

Kirchenbrand St. Peter

Mit einem Grossaufgebot rückte die Feuerwehr Düsseldorf gegen Mittag zu einem Feuer in einer Kirche an. Das Dach des Kirchenschiffes wurde durch das Feuer stark beschädigt, ein Übergreifen auf den Kirchenturm konnte verhindert werden. Von 3 Seiten wurde über 4 Drehleitern  und  2 Gelenkbühnen der Fa. Gerken das Feuer bekämpft. Die verwaisten Innenstadtwachen wurden durch andere BF-Wachen sowie durch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr besetzt.

 

Pressemitteilung um 14.11 Uhr:

Mittwoch, 20. Juni 2007, 14.11 Uhr, Friedrichstraße in Friedrichstadt

Durch einen Dachstuhlbrand an der Kirche Sankt Peter sind heute Mittag zwei Dachdecker verletzt worden. Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen bei Schweißarbeiten im Dachbereich ausgebrochen. Gegen 14 Uhr gingen zahlreiche Notrufe in der Leitstelle der Feuerwehr ein. Als die ersten Einsatzeinheiten der Feuerwache Hüttenstraße eintrafen, war der Dachstuhl der Kirche bereits an mehreren Stellen durchgebrannt -kurze Zeit später erfassten die Flammen die gesamte Holzkonstruktion des Daches.

 

Die beiden Dachdecker bemerkten den Brand und riefen einer auf dem Kirchplatz stehenden Frau zu, sie solle die Feuerwehr alarmieren. Bei ihrer Flucht atmeten sie jedoch einiges an Brandrauch ein und mussten nach einer Sichtung durch den Notarzt in ein Krankenhaus transportiert werden. Zahlreiche Handwerker darunter Steinmetze, Zimmerleute und Dachdecker konnten den Flammen und Brandrauch gerade noch rechtzeitig entkommen. Ein umfangreicher Löschangriff von außen über vier Drehleitern und innen mit mehreren Atemschutztrupps verhinderte ein direktes Übergreifen auf den Kirchturm.

 

Das Dach des Mittelschiffes wurde durch die rasante Ausbreitung der Flammen stark beschädigt. Ein Baustatiker prüft derzeit die Einsturzgefährdung der Dachkonstruktion. Die Polizei musste zur Durchführung der Löscharbeiten umfangreich absperren. Die Hauptverkehrsadern Elisabeth- und Friedrichstraße, sowie der gesamte Bereich rund um den Kirchplatz kam zum Erliegen. Um 17 Uhr werden die Löscheinheiten sukzessive reduziert, damit der Verkehr wieder fließen kann. Die besorgte Nachbarschaft, die die große Rauchsäule bemerkt hatten, erkundigten sich vor Ort, was passiert war. So auch der Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.

Die Kirche wird derzeit umfangreich saniert. Der Schaden beträgt etwa eine Million Euro.

 

Pressemitteilung - Abschlussmeldung:

Die Pressemeldung bezieht sich auf die erste Meldung von heute Nachmittag.

Dank des schnellen und umfangreichen Einsatzes der Feuerwehr ist es gelungen das Feuer auf den Dachstuhl zu begrenzen. Der Turm und das Kirchenschiff sind von den Flammen verschont geblieben. Lediglich das eindringende Löschwasser verursachte kleinere Schäden in der Kirche selbst. Bereits während des Einsatzes konnten Einrichtungen im Kircheninneren, wie z.B. die Orgel, mit Folie gegen das Löschwasser geschützt werden. Der Gesamtschaden des Brandes kann derzeit noch nicht endgültig beziffert werden. Er wird sicherlich in die Millionen gehen.

 

In der heißen Phase waren bis zu 150 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr, der Polizei und Statiker der Bauaufsicht damit beschäftigt den Einsatz abzuwickeln. Durch die Nötige Polizeiabsperrung rund um die Kirche kam es während des gesamten Nachmittages zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Straßen wurden ab ca. 19 Uhr sukzessive für den Verkehr wieder freigegeben. Baustatiker prüften noch währen den Löscharbeiten, in wie weit die Zwischendecke und das Dach einsturzgefährdet sind. Hierbei kam man zu dem Entschluss, dass Teile der Zwischendecke, wie z.B. Deckenputz, in das Kirchenschiff fallen könnten. Daher ist das Kirchenschiff derzeit gesperrt.

 

Gut drei Stunden nach Brandausbruch war das Feuer soweit gelöscht, dass ein Ausbreiten der Flammen ausgeschlossen werden konnte. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch bis in den Abend. Während der gesamten Nacht werden in regelmäßigen Zeitabständen Kontrollen durchgeführt, ob sich durch die herrschenden Temperaturen kein neues Feuer entwickelt. Hierzu werden Wärmebildkameras eingesetzt um auch die entlegenen Bereiche kontrollieren zu können. Zur Brandursache hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen sind Schweißarbeiten der Dachdeckerfirma als Brandursache wahrscheinlich.

 
Das ausgebrannte Kirchendach von aussen
           
       
           
Das ausgebrannte Kirchendach von innen
durch die Hitze verbogen sich Stahlträger, Verankerungen brachen durch die Wärmeausdehnung aus dem Mauerwerk
Das ausgebrannte Kirchendach von oben
Rund um die Einsatzstelle
           
 

© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 10.12.2008

Fotos: Jürgen Truckenmüller, Ulrich Cimolino