EINSATZ

Wohnungs- und Dachstuhlbrand

Am Samstag, 11 Juli 2009, 04:38 Uhr wurde der Leitstelle der Feuerwehr Rauch im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses an der Aachener Strasse gemeldet. Es stand eine Dachgeschosswohnung im Vollbrand. Das Feuer griff auf den Dachstuhl des Gebäudes über. Insgesamt wurden 17 Personen durch die Feuerwehr gerettet. 1 Person erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

 

Nach Eingang des Notrufes alarmierte die Leitstelle der Feuerwehr den zuständigen Löschzug der Feuerwache 1 (Hüttenstrasse) und die Feuerwache 4 (Behrenstrasse). Beim Eintreffen stand eine Wohnung im Dachgeschoss des Hauses im Vollbrand, an mehreren Stellen machten sich Personen bemerkbar, die das Gebäude über das verrauchte Treppenhaus nicht mehr verlassen konnten. Durch die Einsatzkräfte wurde die Menschenrettung durchgeführt und die Brandbekämpfung eingeleitet. Es wurden weitere Einsatzkräfte hinzugezogen. Im Bereich der Wohnung hatte das Feuer bereits auf den Dachstuhl des Gebäudes und des Nachbargebäudes übergegriffen.

 

Unter den 17 geretteten Menschen aus den beiden Häusern befand sich auch ein Mädchen von 15 Monaten. Da zu Beginn  nicht bekannt war mit wie vielen Verletzten zu rechnen war, bauten die Einsatzkräfte einen Zeltplatz zur Behandlung der Bewohner auf. Drei Notärzte untersuchten die geretteten Mieter. Bei dem verheerenden Feuer wurde lediglich ein Erwachsener mit einer Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Die 29 betroffenen Bewohner aus beiden Häusern kommen größtenteils bei Bekannten und Verwandten unter.

 

Während der sehr dramatischen Menschrettung blieb den Einsatzkräften keine Zeit den Fahrdraht der Straßenbahn stromlos zu machen. Hierdurch kam eine Drehleiter mit dem Leiterpark zweimal an die 700-Volt führende Stromleitung. Der Strom wurde über die Leiter in den Boden abgeleitet. Für die Personen im Leiterkorb bestand dadurch keine Gefahr.

 
 
 
 
Das ausgebrannte Dachgeschoss/Dachstuhl
           
           
           
Weitere Fotos:
           
           
           

Stromeintrittsmarken auf dem Leiterpark der DLK, die mit der Oberleitung der Straßenbahn in Berührung kam

           
           

Zusammen mit der Feuerwehr stützt das Technische Hilfswerk die obere Decke ab. Anschliessend muss der Brandschutt aus Gründen der Statik von der Decke entfernt und abtransportiert werden. Zur Unterstützung wurde eine grosse Hubarbeitsbühne der Firma Gerken angefordert.

           
           
 

Abstütz- und Verbaumaterial kamen vom AB-Bau, AB-Bau-Ergänzung, AB-Langholz sowie im Nachschub später von einem Düsseldorfer Holzhändler (abgeholt mit dem AB-Nachschub).

 

Die benötigten Abstütz- bzw. Verbauelemente wurden raumweise erkundet, ausgemessen und dann am Boden vorbereitet. Dazu wurde auf der Straße mit der mitgeführten Ausrüstung eine mobile Schreinerei errichtet, um das Material passend zugeschnitten danach mit dem Kran bzw. Hubsteiger an den vorgesehenen Platz zu transportieren und dort direkt verbauen zu können.

         
           
           
Abstützarbeiten gemeinsam mit dem THW Kennzeichnung durchsuchter Räume
           
           
           
Von aussen sichtbare Raumkennzeichnung, um das Material in die richtigen Räume zu bringen
           
           

Abtragen des Brandschutts zur Entlastung der Decke

   
           
           

Abschließend wurden noch zwei Giebel mit einem Kran sowie von Hand abgetragen, da diese stark einsturzgefährdet waren. Das Dach wurde von einem Dachdeckerbetrieb mit einer Plane geschützt.

© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 09.02.2014