EINSATZ

27.04.2010 - Feuer in einem Malerlager

Dienstag, 27. April 2010, 14.35 Uhr, Kirchstraße, Oberbilk
Ein Malerlager stand am Nachmittag im Hinterhof eines Wohn- und Geschäftshauses an der Kirchstraße in hellen Flammen. Es entstand hoher Sachschaden, Menschen wurden nicht verletzt. Wodurch das Feuer entstand, ist noch unklar, die Kriminalpolizei wurde zur Klärung verständigt. Die Besatzung eines zufällig vorbeifahrenden Krankenwagens aus Mettmann hatte die Rauchsäule gesehen und die Feuerwehr alarmiert. Anschließende Löschversuche mit einem Pulverlöscher mussten die Sanitäter wegen zu starker Hitze aufgeben. Beim Eintreffen des Löschzuges von der Hüttenstraße waberte dichter Rauch aus einem Hinterhof. Die Rauchsäule war schon aus der Entfernung zu sehen, berichtete der Einsatzleiter der Feuerwehr. Ein 200 Quadratmeter großes Lager eines Malerbetriebes und ein Raum eines Übersetzerbüros brannten lichterloh. Die Flammen schlugen meterhoch aus den zerplatzten Fensterscheiben die Gebäudewand hoch. Mehrere Propangasflaschen standen in den Flammen. Der Einsatzleiter forderte wegen der unübersichtlichen Lage zunächst eine Alarmstufenerhöhung an. Der Löschzug Behrenstraße und einige Sonderfahrzeuge rückten zur Unterstützung aus.
Im Lager brannten typische Malerartikel wie Farben, Verdünnung, Teppiche und Klebstoffe. Der Einsatz von Schaummitteln wurde erforderlich, um die Flammen der mineralölhaltigen Produkte zu ersticken. Die Gasflaschen wurden mit Wasser gekühlt. Das hölzerne Dach und eine Holzwand zu einem Nachbarraum eines Übersetzerbüros wurden von den Flammen vernichtet bzw. stark geschädigt. Mit einer Spezialsäge wurde das Dach stellenweise geöffnet, um an die vielen Glutnester zu gelangen. Die Lösch- und Aufräumarbeiten dauern noch bis zum frühen Abend an. In dem fünfgeschossigen Haus wohnen sechs Mietparteien. Die Bewohner und die Angestellten des Übersetzerbüros konnten sich noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr nach draußen begeben. Der Individualverkehr kam stellenweise komplett zum Stillstand. Davon war auch die Linie 715 der Rheinbahn betroffen. Die Polizei regelte den Verkehr und sperrte die betroffene Fahrbahnseite ab. Das Umweltamt ist vor Ort und begleitet die Entsorgung des Löschschaums, der von einem Saugwagen aufgenommen wird. Mitarbeiter der Stadtwerke trennten das Gebäude von der Stromund
Gasversorgung. Der entstandene Schaden am Gebäude und den verbrannten Lagerwaren beträgt mindestens 200.000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt die Brandursache.

 
Fotos: Feuerwehr Düsseldorf
       
       
       
       
       
       
       
       
       

© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 02.05.2010