EINSATZ

300.000 Euro Schaden durch Brand im Wohn- und Geschäftshaus

Samstag, 1. Mai 2010, 10.53 Uhr, Brunnenstraße, Bilk

Bei einem Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus an der Brunnenstraße Ecke Färberstraße in Bilk entstand am Samstagvormittag ein Sachschaden von mehr als 300.000 Euro. Bei den Lösch- und Rettungsarbeiten zog sich ein Feuerwehrmann leichte Verletzungen zu.

Aufgrund der großen Rauchentwicklung riefen innerhalb kurzer Zeit insgesamt 40 besorgte Anwohner und Passanten den Notruf 112 der Feuerwehr an. Bereits auf der Anfahrt meldete der Einsatzleiter des ersten Löschzuges eine starke schwarze Rauchentwicklung, die von Weitem zu sehen war. Sofort wurde daraufhin ein zweiter Löschzug alarmiert.

Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwache Hüttenstraße an der Brunnenstraße eintrafen, war das Gebäude mit den darüber liegenden Wohnungen in eine dichte, schwarze Rauchwolke gehüllt. Die schon auf der Anfahrt mit Atemschutz ausgerüsteten Rettungstrupps liefen umgehend zur Menschenrettung über die Treppe zu den Wohnungen im Obergeschoss des betroffenen Gebäudes und parallel zum benachbarten Wohnhaus hoch. Wie sich später herausstellte, hatten alle 14 Bewohner das Haus frühzeitig verlassen und sich in Sicherheit bringen können. Die Betroffenen wurden vom Rettungsdienst untersucht und betreut. Ein Kaninchen konnte von einem Feuerwehrmann aus einer verqualmten Wohnung gerettet und dem Besitzer übergeben werden.

Der zweite Löschzug hatte in der Zwischenzeit bereits die Brandbekämpfung im Gebäude aufgenommen. Vermutlich war der Brand im eingeschossigen Lager im Hinterhof des Ladenlokals entstanden und hatte im weiteren Verlauf die Lichtkuppeln des Lagerraumes zerstört. Die Flammen schlugen mehrere Meter hoch durch das Dach auf die angrenzenden Balkone vom ersten und zweiten Stock des darüber liegenden Wohnhauses. Durch die enorme Wärmeeinwirkung von 800 bis 1.000 Grad Celsius zerplatzten die Scheiben der Balkontüren und der Brand griff auf die beiden Wohnungen über. Mit vier Strahlrohren wurde der Brand über drei Etagen umfassend bekämpft. In der Dachkonstruktion vom Lager - ein Flachdachanbau - waren viele Glutnester entstanden. Zum Löschen musste das Dach mit Kettensägen und per Muskelkraft geöffnet und die einzelnen Glutnester zeitaufwendig abgelöscht werden.

Während der Brandbekämpfung wurde die Oberleitung der Rheinbahn in der Brunnenstraße geerdet und abgeschaltet, damit die Drehleitern das Haus gefahrlos anleitern konnten. Die angrenzenden Räume des Nachbargebäudes waren durch die Flammen stark gefährdet, Lichtkuppeln eines Ladenlokals waren schon geplatzt. Allerdings gelang es der Feuerwehr, ein Übergreifen auf die Geschäftsräume rechtzeitig zu verhindern. Von einem Mitarbeiter des Gesundheitsamtes wurden alle vom Brand betroffenen Wohnungen kontrolliert, drei für unbewohnbar erklärt. Die Bewohner kamen bei Verwandten und Bekannten unter. Alle übrigen Hausbewohner konnten wieder in ihr Wohnungen zurück. Der Entstördienst der Stadtwerke trennte die Gas-Hauptleitung ab, da das Feuer die Gasleitungen stark beschädigte.

Die Löscharbeiten im Geschäft für Outdoor-Zubehör konnten um 14:45 Uhr beendet werden. Ein Feuerwehrmann zog sich dabei eine leichte Augenverletzung zu. Er konnte nach einer ambulanten Behandlung im Krankenhaus seinen Dienst fortsetzen. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen des Einsatzleiters der Feuerwehr mehr als 300.000 Euro. Das Lager für Outdoor-Zubehör ist komplett ausgebrannt, im anschließenden Ladenlokal sind die Waren mit einer dicken Rußschicht überzogen.

Während des Feuerwehreinsatzes kam es zu erheblichen Verkehrsstörungen der Straßenbahnlinien 706, 707 und 713. Aufgrund des hohen Sachschadens und der nicht zu bestimmenden Ursache des Brandausbruchs wurde die Kriminalpolizei eingeschaltet.

Aufgrund der großen Rauchentwicklung riefen innerhalb kurzer Zeit insgesamt 40 besorgte Anwohner und Passanten den Notruf 112 der Feuerwehr an. Bereits auf der Anfahrt meldete der Einsatzleiter des ersten Löschzuges eine starke schwarze Rauchentwicklung, die von Weitem zu sehen war. Sofort wurde daraufhin ein zweiter Löschzug alarmiert.

Fotos: Daniela Schmitz
Einsatzabschnitt Brunnenstrasse
       
       
       
       
       
       
       
FRW 7 Einsatz u.a. im Kellerbereich

Während der Brandbekämpfung musste im Bereich der Einsatzstelle die Oberleitung der Rheinbahn abgeschaltet und geerdet werden. Die Erdung der Oberleitung führte die Besatzung des Rüstwagens durch.

       
Einsatzabschnitt Färberstrasse
       
       
       
       

Durch die Wärmeeinwirkung zerplatzten dann die Scheiben der Balkontüren und das Feuer griff auf die beiden Wohnungen über. Außerdem war das Feuer auch in das Ladenlokal übergesprungen. Insgesamt wurde mit vier Strahlrohren der Brand umfassend bekämpft. Da sich in der Dachkonstruktion des Flachdachanbaus zahlreiche Glutnester befanden musste das Dach geöffnet und die einzelnen Glutnester zweitaufwändig abgelöscht werden.

       
       
GW-Atemschutz, Rettungsdienst

© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 03.05.2010