EINSATZ 

Ladenlokal ausgebrannt – hoher Sachschaden, ein Feuerwehrmann leicht verletzt

Samstag, 17. Juli 2010, 20.59 Uhr, Schadowstraße, Stadtmitte

Ein Ladenlokal ist am späten Abend Flammen zum Opfer gefallen. Rund 600 Quadratmeter brannten vollständig aus. Ein Feuerwehrmann zog sich leichte Verletzungen zu und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Gegen 21 Uhr wählten zahlreiche Passanten und Anwohner den Feuerwehrnotruf 112. „Auf der Schadowstraße brennt es in einem Geschäft!“ Sofort machten sich zwei Löschzüge auf den Weg zu der Einsatzstelle. Bereits auf der Anfahrt konnten sie die riesige Rauchsäule sehen.

 

Diese war sogar von der Oberkasseler Kirmes aus zu sehen. Als die ersten Brandschützer an der Einsatzstelle eintrafen stellten sie fest, dass das gesamte erste Obergeschoss eines Sportschuhgeschäftes brannte. Umgehend forderte der Einsatzleiter weitere Unterstützung nach. Mit drei Löschzügen und einigen Sonderfahrzeugen bekämpften sie die Flammen. Ein Eindringen in den eigentlichen Brandraum war auf Grund der hohen Temperaturen zunächst nicht möglich. Mit über zehn Rohren wurden die Flammen über fünf verschiedene Angriffswege bekämpft: Durch das eigentliche Geschäft, durch ein angrenzendes Bekleidungsgeschäft, über einen Treppenraum, durch einen Hinterhof und sogar durch eine Wohnung. Die Männer zogen den Schlauch durch eine Wohnung von der Wagnerstraße aus auf den Balkon und löschten auch von dort.

 

Durch den Hinterhof mussten sie zunächst mit einer tragbaren Feuerwehrleiter auf ein Dach eines eingeschossigen Anbaus, dann über eine Feuerleiter weiter auf das Dach des brennenden Geschäftes. Hier löschten die Wehrmänner durch die geschmolzenen Rauchabzugsklappen. Um das Feuer in den Griff zu bekommen musste schließlich Schaum eingesetzt werden. Während den Löscharbeiten zog sich ein Feuerwehrmann (41) leichte Verbrühungen im Schulter und Kopfbereich zu. Er wurde von dem Notarzt vor Ort untersucht und vorsorglich in ein Krankenhaus geschickt. Während des Einsatzes konnte er die Klinik jedoch wieder verlassen. Eine Frau wurde zu Beginn des Einsatzes vorsorglich mit einer Drehleiter aus dem Dachgeschoss (fünftes Obergeschoss) unverletzt gerettet.

 

Der Brandrauch zog von der Schadowstraße in Richtung Oststraße und Immermannstraße. Über die Radiosender Antenne Düsseldorf und WDR 2 wurden die Bewohner in diesem Bereich aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Nach knapp zwei Stunden waren die meisten Flammen gelöscht. Derzeit laufen noch die aufwendigen Nachlöscharbeiten. In dem Geschäfts- und Lagerraum, sowie in den Sozialräumen ist alles restlos verbrannt. Die Lüftungskanäle sind von der Decke gefallen und liegen völlig verbogen durch den Raum. Auch die zahlreichen Metallregale sind eingeknickt. Putz ist durch die weit über 1.000 Grad heißen Flammen von den Wänden abgeplatzt. Fensterscheiben zur Schadowstraße unweigerlich geplatzt. In den beiden Geschäftsräumen unterhalb der Brandstelle drang Löschwasser ein und brennende Gegenstände vielen durch den Treppenaufgang ins Erdgeschoss.

 

Die Einrichtung und Ware der beiden Filialen sind zerstört worden. Die vielen Scherben in dem Schuhgeschäft setzten den Schläuchen mächtig zu, so dass viele unweigerlich platzten. Hierfür wurden weitere Schläuche zur Einsatzstelle bestellt. Insgesamt wurden bei dem Einsatz über 40 Atemschutzgeräte eingesetzt. Nach drei Stunden konnten die Einsatzkräfte auf einen Löschzug reduziert werden. In der Nacht wird es noch einige Brandnachschauen geben. Hierbei wird geprüft, ob noch Glutnester vorhanden sind. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der genaue Schaden kann derzeit noch nicht beziffert werden. Erste, grobe Schätzungen nach, wird er sicherlich im niedrigen siebenstelligen Bereich liegen. Während des Einsatzes besetzten einige Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr die Wachen der Berufsfeuerwehr. So konnte auch bei dem sehr Personalintensiven Einsatz der Grundschutz aufrecht gehalten werden.

 
 
Einsatzstelle: Fotos Feuerwehr Düsseldorf
       
       
 
       
       
   
von der anderen Rheinseite aus gesehen:
       
       
       

© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 25.07.2010