EINSATZ 

Einsatz - Ammoniakgeruch in einer Baugrube
12.59 Uhr, Claudiusstraße in Stockum

Auf einer Baustelle in der Claudiusstraße in Stockum war ein Kleinbagger mit dem Abriss einer alten und stillgelegten Gasleitung in einer Baugrube beschäftigt, als es plötzlich nach Ammoniak roch. Der Baggerfahrer klagte über Augenreizungen, einer der anderen Arbeiter alarmierte schnell die Feuerwehr. Mit einem Löschzug und mehreren Sonderfahrzeugen rückte die Wehr von verschiedenen Feuerwachen aus an. Auch das Umweltamt begleitete die notwendigen Einsatzmaßnahmen. Gefahr für die angrenzende Bevölkerung bestand nicht. Der verletzte Bauarbeiter wurde vom Notarzt behandelt und vorsichtshalber in ein Krankenhaus transportiert.

Während ein Messtrupp unter Atemschutz die Baugrube auf Gasaustritt erkundete, bereiteten Spezialisten von den Wachen Werstener Feld sowie Umweltschutz und technische Dienste einen sogenannten „ABC-Einsatz“ mit Dekontamination vor. Parallel wurden das städtische Umweltamt und das Landesumweltamt zur Unterstützung hinzugerufen. Die Messergeräte zeigten einen erhöhten Ammoniakwert an, aber keine explosionsfähige Atmosphäre. Die gesamte Umgebung einschließlich der Kanäle wurde ausgemessen. Eine Gefahr für die umliegende Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.

Nur im Nahbereich in der Grube war der stechende Geruch wahrzunehmen. Mit einem Bagger wurde das Erdreich weiter ausgehoben, um die Ursache zu lokalisieren. Der Aushub wurde unter Schutzkleidung und Atemschutz in „Big-Packs“ geladen, später erfolgt die fachgerechte Behandlung des vermutlich verunreinigten Bodens. Das Umweltamt nahm Bodenproben, zwei Messfahrzeuge vom Landesumweltamt NRW in Essen rückten mit Massenspektrometern zur Analyse an. Der Einsatz dauert noch einige Stunden an.
Text und Fotos: Feuerwehr Düsseldorf

© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 14.09.2012