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03.05.2013 Lagerhallenbrand am Trippelsberg
Samstag, 4. Mai 2013, 05:02 Uhr, Am Trippelsberg in Holthausen
In den frühen Morgenstunden brannte eine Lagerhalle auf einem Holthauser Industriegelände. Die Feuerwehr schaffte es, mit etwa 70 Einsatzkräften mehrerer Löschzüge, den Brand innerhalb von zwei Stunden unter Kontrolle zu bringen und eine Brandübertragung auf eine angrenzende Hochspannungsanlage zu verhindern.
Schadstoffmessungen der Feuerwehr im Bereich der Rauchwolke ergaben keine relevanten Werte. Laute Brandgeräusche weckten eine Anwohnerin. Beim Blick aus dem Fenster sah sie große Flammen im Bereich des dortigen Hochspannungs-Umschaltwerkes, woraufhin sie die Feuerwehr alarmierte.
Aufgrund der Meldung entsandte die Leitstelle unverzüglich alle Einsatzkräfte der Feuerwachen Garath und Wersten. Schon auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung feststellbar. Daraufhin erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe weiter. Beim Eintreffen des ersten Löschzuges schlugen Flammen meterhoch aus dem Dach einer Lagerhalle, die mittlerweile vollständig brannte. In unmittelbarer Nähe des ca. 1.800 Quadratmeter großen eingeschossigen Gebäudes befindet sich eine Hochspannungsanlage der Stadtwerke, die es zu schützen galt. Mit etwa 70 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr erfolgte eine massive Brandbekämpfung. Gleich von drei Drehleitern aus wurden Wenderohre zum Löschen des Daches eingesetzt.
Zusätzlich löschten mehrere Trupps vom Erdboden, wobei sie nach dem ersten Löscherfolg auch ins Gebäudeinnere eindringen konnten. Zum Großteil musste das Löschwasser mit Schlauchleitungen über eine Entfernung von mehreren Hundert Metern herbei geschafft werden. Mitarbeiter der Stadtwerke schalteten die nächstgelegene Umspannungsanlage ab und stellten die Kundenversorgung über andere Anlageteile sicher. Bei dem Brandobjekt handelt es sich um ein freistehendes Gebäude auf dem Gelände eines großen Energieversorgungsunternehmens. Die betroffene Halle stand, offensichtlich aufgrund einer Umstrukturierung, zum Teil leer, so dass neben dem Holzdach nur Restlagerbestände zu löschen waren.
Zeitgleich zu den Löschmaßnahmen erfolgten durch ein Messfahrzeug der Feuerwehr Schadstoffermittlungen im Bereich der sich ausbreitenden Rauchgaswolke. Für die Gefahrenbeurteilung im angrenzenden Rheinkreis Neuss wurde ein Messtrupp der Landesumweltverwaltung angefordert. Die Messungen ergaben keine relevanten Werte, so dass weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung nicht erforderlich wurden. Der entstandene Sachschaden lässt sich noch nicht genau beziffern. Zur Ermittlung der Brandursache wurde die Kriminalpolizei eingeschaltet. Derzeit ist die Feuerwehr mit einem Löschzug für Nachlöscharbeiten vor Ort.
   
   
   

© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 30.05.2013