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05.02.2014 - Brand im Treppenflur - zwölf Hausbewohner gerettet - Mann schwer verletzt
Mittwoch, 5. Februar 2014, 5.50 Uhr, Schirmerstraße, Pempelfort

In einem Mehrfamilienhaus in der Schirmerstraße kam es am frühen Morgen aus ungeklärter Ursache zu einem Brand im Treppenflur. Die Feuerwehr rettete zwölf Hausbewohner aus dem völlig verqualmten Wohnhaus. Drei Mieter mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen noch am Morgen auf. Es entstand ein Sachschaden von rund 20.000 Euro.
Der Notruf zum Brand in Pempelfort kam aus einer Wohnung im vierten Stock des Gebäudes – Rauch breitete sich dort aus, meldete der Hausbewohner. Der Disponent der Leitstelle alarmierte sofort die beiden Löschzüge von den Feuerwachen Münsterstraße und Behrenstraße, mehrere Rettungswagen und einen Notarzt sowie den Führungsdienst.
Dramatisch begann der Einsatz bei der Ankunft des ersten Löschfahrzeuges: Bereits durch die Haustüre war der Feuerschein im Flur zu sehen. Die Rettungskräfte hatten sich schon auf der Anfahrt mit Atemschutzgeräten, Brandschutzkleidung und Flammschutzhauben ausgerüstet. Im Hausflur eingedrungen, waren in den Flammen und dichten Rauchschwaden Hände zu sehen. Schnell öffnete der erste Angriffstrupp das Hohlstrahlrohr und „drückte“ die Flammen zurück. Der am Boden liegender Mann wurde in Windeseile aus dieser lebensbedrohlichen Situation geholt und dem Notarzt übergeben. Er kam mit Verbrennungen und einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus.
Währenddessen lief auch die Rettungsaktion für die anderen Hausbewohner schon. Ein Mieter konnte über die Drehleiter aus der verrauchten Wohnung gerettet werden, weitere zehn mit Fluchthauben über die Treppe. Alle Geretteten kontrollierte der Notarzt im hinzu gerufenen Großraumrettungswagen (GRTW) auf Rauchgasvergiftung, davon mussten zwei Bewohner zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert werden. Das Feuer war schnell gelöscht, aufwendiger gestaltete sich die Entrauchung des Gebäudes mit Großgebläsen.
Um die Mieter aus den Wohnungen zu holen, wurden neben der Hauseingangstüre auch zehn Wohnungstüren gewaltsam geöffnet. Der entstehende Brandrauch war über den Lüftungskamin für die Badezimmer in die Wohnungen gelangt und verhinderte die Flucht der Mieter. Gebrannt hatte eine große Fußmatte vor einer Türe, wo der Schwerverletzte aufgefunden wurde. Der Einsatz war um 7.30 Uhr zu Ende.
Löschzug vor dem Brandhaus Hauseingangstüre mit eingeschlagener Scheibe. Dort hinter waren die Hände (Mann bewegte diese)  des Schwerverletzten in den Flammen und dem dichten Brandrauch schemenhaft zu sehen
   
GRTW zur Behandlung und Betreuung der Verletzten GRTW zur Behandlung und Betreuung der Verletzten
   

© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 05.02.2014