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U-Bahnübung 2014 - Brand in einer U-Bahn

In der vergangenen Nacht und in den kommenden Nächten üben die Einsatzkräfte der Düsseldorfer Feuerwehr Brand- und Rettungseinsätze im U-Bahnhof unter dem Hauptbahnhof sowie dem angrenzenden Röhrensystem. Von den Übungsteilnehmern wird die effektive Brandbekämpfung trainiert. Denn Brände in U-Bahn-Anlagen müssen rasch und effektiv durch die Feuerwehrleute bekämpft werden.

Mitarbeiter von Feuerwehr und Rheinbahn haben dazu folgendes Szenario geplant: Ein Triebwagenfahrer stellt nach Abschluss des Betriebes die Bahn an der unterirdischen Abstellanlage ab. Dabei bemerkt er ein Feuer in der Bahn. Nach Absetzen des Notrufs flüchtet er über den Notausgang an der Velberter Straße an die Erdoberfläche.

Die Feuerwehrkräfte gehen, am Einsatzort angelangt, nach einem festen Plan vor. Dabei dringen die Retter immer von zwei Seiten zum Schadensort vor, um ihn auf möglichst kurzem Weg zu erreichen. Zugleich können so die Wege nach Menschen abgesucht werden, die sich eventuell noch in Gefahr befinden. Bei den aktuellen Übungen steht aber – anders als bei Szenarien in der Vergangenheit – die Brandbekämpfung und nicht die Menschenrettung im Mittelpunkt. Rund 50 Feuerwehrleute sind an jeder der Übungen beteiligt.

Die Einsatzleitung koordiniert die Stoßtrupps, bestehend aus je fünf Rettern mit schwerem Atemschutz. Sie dringen, trotz der vielen und teils schweren Ausrüstungsgegenstände, über die verschiedenen Zugänge so zügig wie möglich in die unterirdische Verkehrsanlage vor. Die Menschenrettung hat, wie bei allen anderen Bränden, auch dabei höchste Priorität. Die Düsseldorfer Einsatzkräfte üben jährlich in den unterirdischen Verkehrswegen. "So kann sichergestellt werden, dass sich die Feuerwehrleute in den Röhren und U-Bahnhöfen auskennen und rasch sowie effektiv Hilfe leisten“, erklärt Peter Albers, Leiter der Düsseldorfer Feuerwehr. "Ein hoher Koordinierungsbedarf ist von Beginn an notwendig, um der Einsatzlage von Beginn an Herr zu sein. In Düsseldorf haben sich die gemeinsamen Übungen mit der Rheinbahn mehr als bezahlt gemacht", betont der Feuerwehrchef.

Der Brandeinsatz in unterirdischen Verkehrsanlagen ist nicht mit den üblichen Brandereignissen zu vergleichen. Die Wege für die Rettungstrupps sind dort oft deutlich länger. Das Material, also die Schlauchleitung, weitere Löschtechnik und auch die Atemschutzgeräte, sind größer dimensioniert, um die weiten Strecken überbrücken zu können. Auch die Entwicklung des Brandrauches ist anders. Zieht der Rauch bei üblichen Wohnungsbränden aus dem Fenster nach oben weg, kann es im Untergrund je nach Strömungsrichtung der Luft ganz anders sein. Gezielte Be- und Entlüftungstechniken sind notwenig und müssen in der Einsatzvorplanung bereits bedacht werden.

Jörg Mihm, Mitarbeiter im Sachgebiet strategische Einsatzplanung bei der Feuerwehr war für die Übung in der vergangenen Nacht verantwortlich. Als Übungsleiter musste er zum Abschluss ein Fazit ziehen: "Die jährlichen Übungen sind wichtig für alle Kollegen. Heute Nacht haben die Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Behren- und Münster Straße optimal die Übungssituation gemeistert. Auch die Einsatzleitung ist mit dem Handeln der rund 50 Teilnehmer sehr zufrieden."

   
   
   
Weiter Fotos der Übung:

am Ereignisbahnhof:
FRW 3 mit CD, 2 HLF, DLK, RTW

Fotoalbum

am Nachbarbahnhof:
FRW 4 mit CD, HLF, DLK, TLF
FRW 6 mit HLF

Fotoalbum

in den Tunnelanlagen I

Fotoalbum

in den Tunnelanlagen II


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Einsatzleitwagen, GW-Atemschutz

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Vor der Übung sowie erste Nachbesprechung noch im Tunnel


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© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 06.06.2014